Blick vom Key Summit auf die Berge im Fiordland Park
Nach einem verregneten Abend mit starken Gewittern zeigen sich heute morgen ein paar zarte Sonnenstrahlen im sonst verregneten Fiordland von Neuseeland.
Aufstieg zum Key Summit
Wir nutzen diesen Tag, um den knapp 1000 Meter hohen Key Summit zu besteigen. Von Te Anau ca. 1 Stunde Autofahrt entfernt starten wir auf der Scenic Route Richtung Norden. Die Straße führt an Lakes, Bergen, Wiesen und Wäldern entlang.
Imposante moosbewachsene Baumstämme
Die ca. 3 stündige Wanderung führt zu Beginn durch einen dichten bewaldeten Regenwald. Der knapp 1 Meter breite mit Kies und spitzen Steinen präparierter Wanderweg passiert kleine Bachläufe und ist, aufgrund des ungleichmässigen und nassen Untergrundes eher mit festen und achtsamen Schritt zu begehen.
Schneebedeckte Gipfel
Nach 45 Minuten eröffnet sich uns jetzt endlich ein freier Blick auf die noch von Wolken umhüllten und teils in den Spitzen mit Schnee bedeckten Berge um uns herum.
Wir werden kurz vor dem Ziel mit einem atemberaubenden Blick auf die über 5 Millionen Jahre alten Berge belohnt.
Bergsee
Ziel erreicht 🙂
Key Summit
Die Freude auf eine Pause, um die Aussicht über das Fiordland zu genießen, wird nach dem ersten Atemzug nach Erreichen des Berggipfels sogleich getrübt – es beginnt zu regnen.
So begeben wir uns direkt wieder auf den Rückweg und freuen uns über folgende Botschaft:
Jipp … …dann klappr es auch mit dem Regen.
Whats next?
Morgen starten wir per Katamaran in den geheimnisvollen Milford Sound. Wir werden berichten.
Invercargill, eine große aber nicht wirklich attraktive Stadt an der Südküste, lädt uns nicht zum längeren Verweilen ein. Ein Night-Over und schon geht es weiter auf Entdeckungsreise…
Arts an Häuserfronten sorgen für Lichtblicke Fantasy Arts
Wir verlassen den Bereich The Catlins, der sich ca. von Balcutha bis nach Invercargill zieht und an Western Southland grenzt.
Charmantes Café im 60 Jahre Stil in Riverton
Der Süden der Südinsel wurde von den Maoris vor etwa 1000 Jahren besetzt; Riverton und Colac Bay/Oraka dauerhaft von ihnen besiedelt.
Arts – wir lieben sie
Riverton, eine wirklich kleine Stadt am Meer besticht durch ihren Charme ihrer Läden und ihrer Freundlichkeit. Wir frühstücken köstlich in einem originellen Café, welches nicht nur die Musik der 60er sondern auch das Interior aus dieser Zeit aufleben lässt und schauen dabei den Einheimischen beim Alltag zu.
Café und mehr …
Gestärkt verlassen wir die bezaubernde Stadt und erreichen Cola Bay/Oraka. Gleich am Ortseingang begrüßt uns eine auf einer Welle reitende große Surfer Statue.
Colac Bay/Oraka
Zeit genug, um einen Blick auf die Küste zu richten. Der Himmel ist bewölkt, der Wind pfeift um die Häuser und das Meer ist in Bewegung. Ein langer und nasser Strand, der aufgrund des Wetters nicht zum spazieren gehen einlädt. Kein Problem, es gibt noch so viel zu sehen… auf nach Cosy Nook.
Colac Bay
Cosy Nook, eine steinige Bucht mit nur noch wenigen Fischerbooten und zerfallenen, kleinen Ferienhäusern. Vor vielen Jahren standen an dieser einsamen aber idyllischen Bucht noch um die 40 Häuser.
In die Jahre gekommenes Ferienhaus mit Camper
Fischeeboot an Cosy Nooks Küste
Jeder Küstenabschnitt hat auch bei schlechtem Wetter auf Neuseeland ihren Charme. Während die Schafe und Lämmer mit Meerblick in Ruhe auf dem saftigen Hügel grasen, bietet sich von unten ein kraftvoller Ausblick auf Felsen, zum Teil begrünte Flächen und angrenzendem Meer. Gerne würden wir über den saftig grünen Hügel zur nächsten Bucht laufen – leider kein Zugang!
Fels, Stein, Meer und Gras
Dann fahren wir eben mal auf die andere Seite und beobachten auf demWeg das bisher meist gesehene Weidetier.
Schaf am Wegesrand
Weitere Impressionen einer beeindruckenden Küstenlandschaft:
Monkey Island
Der nächste Halt: Monkey Island/Te Puka O Takitimu.
Diese Miniinsel ist nur bei Ebbe über Steine und einer Holztreppe zu betreten. Auf der Rückseite der Insel bzw. der Meer zugewandten Seite bilden riesige und glatt gewaschene graue Steine scheinbar einen Schutzwall für die Insel und einen wunderbaren Ausblick auf das offene Meer Richtung Antarktis.
Strand vor Monkey Island
Noch mehr Küste …
Unser letzter Stopp bevor wir in Te Anau übernachten ist die im Jahre 1898 gebaute Clifden Bridge aus Holz, die parallel zur befahrbaren Brücke der Autoroute 95 führt.
Imposant und super in Schuss
Die am Lake Manapouri gelegene Stadt Te Anau erwartet uns mit viel Regen, Blitz und Donner, welches nach Aussagen der Neuseeländer nicht wirklich so selten vorkommt.
Unsere Reiseroute führt uns heute von Dunedin über Balclutha nach Invercargill mit vielen View Highlights.
Der Bereich The Catlins bietet beeindruckende Naturwunder, wo sich Regenwälder, Wasserfälle und brillante Strände aneinander reihen. Der Küstenabschnitt beheimatet Pinguine, Seelöwen und kleinere Delphine.
Bevor wir den Nugget Point erreichen führt uns die Küstenstraße zum wunderschônen Kaka Point.
Nur wenige Häuser säumen die KüstenStraße mit sehr gepflegten grünen Vorgärten und prachtvollen Blumen. Die kliffige Küste besticht ebenfalls durch Grün, Blumen, Dünen und langen Strandabschnitten.
Küstenabschnitt Kaka Point Kaka Point Kaka Point Promenade
Kurioses finden wir bei Lost Giosy auf der Hauptstrasse von Papatowai.
Leider geschlossen
Sehenswert ist dieses mit liebevoll, durchdachten arrangierten Kuriositäten. Hier findet das Alltägliche und Ausrangierte wieder eine Verwendung. Das Klavier im freien wird durch einen Blechkasten vor dem Zerfall geschützt. Alte Schlüssel, Muscheln und längst vergessenes finden neues Leben in Treppenstufen.
Hier hätten wit gerne etwas verzehrt – leider heute geschlossen. Wir erfreuen uns trotzdem an den tollen Ideen und technischen ausgefallenen Kunstweken.
Ein Dinoskelett strampelt – bei manueller Betätigung einer Kurbel – ein Fahrrad und bewegt dabei lachend seinen Kiefer.
Hocker werden Ausgehfein … Küste von Papatowai
Magische Wasserfälle erwarten uns im Regenwald zwischen Owaka und Papatowai.
Purakaunui Falls
Schöner Walk im Regenwald
Der Weg durch dicht bewachsenen Regenwald mit Farnen und Palmen bietet uns Schutz gegen den immer wieder auftretenden Regen.
Noch mehr Küste
Der Nugget Point mit seiner atemberaubenden Aussicht mit Leuchtturm im Panorama Shot. (siehe unten).
Erhaben thront der Leuchtturm auf dem begrünten FelsenBlick vom Leuchtturm
Eine perfekte Kulisse – mystisch und atemberaubend schön.
Panorama vom Nugget Point
Halbvertrocknete Nadelbäume in Reih und Glied
Und so sieht auch immer mal wieder die Landschaft Nähe der Küste aus. Bergig und mit Tannen bewachsen oder abgeholzter Landschaften mit blühendem Fingerhut.
Wir wachen auf und die Wettervorhersage hat Recht behalten: es regnet.
Nach dem Frühstück – ein erneuter Blick aus dem Fenster – es regnet.
Gemütliche, kleine Zimmer
Da wir uns mit Schnupfen und Husten quälen, bleiben wir lieber vorerst im Hostel und warten auf Wetteränderung.
Ghostbuster on tour
Das nette Backpacker Hostel legt viel Wert auf Sauberkeit. Unterstützung bekommt die Chefin von Work und Travel Reisenden, die mit dem Ghostbuster die Teppiche reinigen oder ständig die Toiletten, Waschbecken und Küchenzeilen wienern.
Wir tauschen uns mit anwesenden Reisenden über Erfahrungen und Touren auf Neuseeland aus und verbringen die Zeit mit Scrabble und Yahtzee. Und es regnet immer noch ….
Hostel im viktorianischen Baustil mit vielen Zummern
Zeit für einen Spaziergang und einen leckeren Rotwein mir Lamm und Rind auf dem heißen Stein.
Unser Morgen beginnt nach einer entspannten Nacht in einer Backpacker-Unterkunft in Timaru. Mit einem eigenen Bett, Decken und heißer Dusche. Der Gemeinschaftsraum erinnert und an Omas gute Stube:)
Es ist heute wieder sehr windig, aber einzelne Sonnenstrahlen lassen uns auf einen gemässigten Sommertag hoffen. Wir fahren die Ostküste bis nach Dunedin; die Landschaft verändert sich immer mal wieder. Berge wechseln sich mit langgezogenen Tälern ab, Weideflächen mit grasenden Ziegen, Alpakas und Kühen und dann gibt es wieder die nahtlos aneinander gereihten Baumlinien, die sich über die Landschaft ziehen, um den aufkommenden Wind zu brechen.
Dampfmuseum in Oamari
Unser nächster Stopp findet in Oamaru statt. Eine sehr gepflegte Stadt am Meer mit vielen imposanten Tracks am Wasser und im Umland.
Kubanische Eisbar
Neben einem kuriosen Dampfmuseum gibt es viele kleine Läden, die den viktorianischen Stil wieder aufleben lassen.
Hotel im viktorianischen Stil
An jeder Ecke gibt es lustige Details zu entdecken. Selbst die Whiskybar lädt zum Schmunzeln ein.
Armes Brot … Beschauliche und gemütliche Straßen Cafe am Meer
Unseren Strandspaziergang unternehmen wir heute an der Moeraki Beach. Ein langer Strand lädt zum Laufen ein, der Wind peitscht uns um die Ohren und es wird ungemütlich und kalt. Ohne Mütze ist der walk nicht auszuhalten – entschädigt werden wir aber durch interessante Steinformationen am Strand und die immer wieder beeindruckende Kraft des Meeres.
kühler Strandspaziergang Autorastplatz
Durchgefroren kommen wir auf unserer Weiterreise in Dunedin (ausgesprochen: Danidn) an und gönnen uns heute wieder eine Unterkunft im Backpacker und erkunden für ein Abendessen die Stadt, bevor es morgen weitergeht.
Nach einer anstrengenden Nacht mit grippalen Infekt und jede Menge Sandflöhe auf einem Basic Camping Platz ohne Wasser und Strom, geht unsere Reise nach einem Frühstück mit Spiegelei Richtung Ostküste. Dort erhoffen wir uns etwas mehr Sonne.
Route nach dem Arthurs Pass
Der Weg führt uns an saftigen Wiesen mit Schafen, Lämmern und Rinden vorbei. Natur pur!
Die Tiere erscheinen völlig zufrieden zu grasen. Im Hintergrund erstrahlen Berge, begrünt und teilweise mit kleinen schneebedeckten Gipfeln. Kilometerlange Strecken Natur, dazwischen erscheint ab und an ein Hinweis zu einer Lodge oder Rastplatz.
Zufriedene grasende Schafe
Die Straßen sind relativ leer, ab und an kommt uns ein PKW oder Wohnmobil entgegen. Es sind lediglich Geräusche vom Motor des Autos, des starken Windes, das Blöcken der Schafe und der vielen Vögel zu hören.
Und dann werden wir wegen zu dichten Auffahrens von der Polizei in knallroten PKW angehalten. Trotz Bußgeldandrohung werden wir über die Straßenverkehrsordnung aufgeklärt, alle Papiere gescheckt und mit einer netten Verwarnung in den Straßenverkehr entlassen. Wir versprechen Besserung!
In Neuseeland erscheint alles geordnet; die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Zu keiner Zeit kommt ein Gefühl des Unwohlseins auf.
Das Einzige was mich wirklich fordert ist das wechselhafte Wetter; ohne Daunenjacke ist es oft zu frisch. Wir haben Sommer.
Campen im Auto ist toll, wenn das Wetter mitspielt, deshalb gönnen wir uns heute eine Backpacker Unterkunft mit fließendem heißen Wasser und Betten mit warmen Decken.
Wir sehnen uns nach der sonnigen Ost- und Nordküste, trotz der sehr kühlen Nächte.
Wir befinden uns jetzt in Nähe der verregneten Westküste – die Wetterprognose: 5 – 11 Grad und Regen.
Camping Berlin in der Nähe der Westküste Süd-Neuseelands
Der Vulkanausbruch auf White Island, eine kleine Insel östlich von Auckland gelegen, bringt viele Todesopfer, (Touristen, die eine Vulkantour mit Guide gebucht hatten), die wegen weiteren Ausbrüchen nicht geborgen werden können. Wir sind geschockt.
Weiterhin ist ein Teil der Westküste wegen Unwetter und Überschwemmung gesperrt; die Menschen in der Region ‚Franz Josef Glacier‘ sind vom Rest der Bevölkerung abgesperrt und können nur per Hubschrauber das gesperrte Gebiet verlassen.
Westküste der Südinsel von Neuseeland
Die ersten Sonnenstrahlen ziehen über die Berge und wir entscheiden uns, ein Teil der Westküste heute für uns zu entdecken.
Südlich von Westport steuern wir Punakaiki an. Dieser Ort an der Küste ist bekannt für die sogenannten Pancakes Rocks. Ein wunderschön angelegter Rundweg lässt atemberaubende Ausblicke auf die geschichteten Felsformationen zu.
Rundweg Pancake View
Wir können uns nicht satt sehen an den Felsen, die von starken Wellen ständig umspült werden, jedoch scheinen die Wellen nicht stark genug zu sein, um die Blowing Holes zu aktivieren. Diese Felslöcher bieten bei Flut ein blubberndes Schauspiel durchdringender Wassermassen, die durch die Löcher aufsteigen.
Pancakes Pancake an Land
Beeindruckende Westküste
Weiter südlich schauen wir uns noch die Städtchen Greymouth und Hokitika an. Die beiden Orte erinnern uns an ehemalige Goldgräberstädte mit Salonatmosphäre.
Ehemaliges Abendblatt von Greymouth City
Greymouth StationShantytown Feuerwehr von Hokitika
Aufgrund der Wettervorhersagen und der gesperrten Bundesstrasse 6, entschließen wir uns, unsere Reise in das Innkand, an den grössten See von Greymouth ‚Lake Brunner‘ fortzusetzen und kochen uns dort unsere leckere Gemüsepfanne zur Stärkung. Da es dort keinen ausgewiesenen Campingplatz gibt, kochen wir traditionell am Boden mit unserem Mini-Einflammem-Gasstöfchen. Camping pur …
Wir wachen auf dem schönsten Campingplatz auf, den ich je bisher gesehen habe. Meine Campingurlaube liegen zwar 35 Jahre zurück – aber so ein traumhafter Campingplatz habe ich bis heute nicht mal in den Medien zu Gesicht bekommen.
Einfahrt zum Campingplatz Pelorus Bridge
Der parkähnliche Campingplatz liegt eingebettet zwischen Pelorus River, ein beeindruckender und kraftvoller und kristallklarer Flußlauf, und einem subtropischen Regenwald mit Farne und Büschen.
Blick auf den River
Wir wandern zu den Wasserfällen durch den Regenwald, der eher an einen Märchenwald von ‘Alice im Wunderland’ erinnert. Der geschlängelte Weg ist sehr ordentlich mit Kies prepariert, umgeben von saftigen Pflanzen.
Natur pur!!!
Danach stärken wir uns mit einem Koko-Hafer-Schoko-Müsli. In der Gemeinschaftsküche lernen wir Backpacker aus Schweden, Neuseeland und Deutschland kennen, die gemeinsam zu Fuß die Nord- und Südinsel erkunden. Wir sind mehr als beeindruckt. 1660 km haben sie bereits auf der Nordinsel in 11 Wochen zurückgelegt, jetzt führt sie ihre Route durch die Mitte von Süd-Neuseeland.
Ihr Gepäck wiegt zwischen 11-14 Kilo, ihre maximale Tagesroute zu Fuß beträgt ca. 25 km. In manchen sehr hügeligen Gebieten schaffen sie pro Stunde nur ein Kilometer.
Die Gruppe braucht defintiv Yoga:) ist mein Gedanke – kaum gedacht, schon umgesetzt…
Und so nutzen wir die ausladende Terrasse für eine kurze Yogaeinheit am frühen Morgen. Die Neuseeländer waren sofort dabei, der deutsche Traveller war leider nicht zu begeistern.
Morning Yoga mit Kay, Mark und Louisa – Strong Warrior
‚Es fühlt sich gut an‘ und ‚ die Übungen sollten wir ab jetzt jeden Morgen wiederholen‘ sind Aussagen, die mir bestätigen, daß Yoga ein perfekter Begleiter für Jeden ist, der alle Vorteile eines beweglichen Körpers nicht mehr missen möchte. Danke Euch!!!!
Yoga NOW
Und dann erleben wir auch noch auf unser Fahrt von Nelson nach Waterfront (Westküste Süd-Neuseeland) eine schlecht Wetterfront.
Bilder sagen mehr als Worte. Unsere Route führt uns weiterhin an der Ost-Küste der Südinsel Neuseelands Richtung Norden entlang. Die Serpentinen führen uns durch saftige Mischwälder bergauf und bergab über Robin Hoot, Oyster Beach, Whatamango und Picton am Hafen.
Oyster BeachBergstraßeMomentaufnahme
Und dann gibt es noch soviel von der Natur Geformtes, Wunderbares zu entdecken. Man muß nur die Augen bewußt öffnen …