Day 8 – Bali at its best

Der heutige Morgen lässt die Qualitäten der Langsamkeit und des Müssiggangs spürbar werden. Trotz erster Sonnenstrahlen fällt es sehr schwer, dem Bett zu entkommen. Selbst nach einem ausführlichen Strecken aller Glieder bleibt der Wunsch, noch etwas liegenzubleiben. Somit entfällt der Muntermacher ‚Tee‘ bzw. ‚Kaffee‘ und es geht direkt nach einem Outdoor-Shower zur offenen Yoga- und Meditatonshalle.

Wir arrangieren die bunten Yogamatten sternförmig um die in der Mitte stehenden Kerzen und der Wasserschale mit Blumen aus dem tropischen Garten. Räucherstäbchen und Entspannungsmusik sorgen für die spirituelle Stimmung.

Müde Gesichter blicken in die Runde; nach einer kurzen Nacht und einem Moonlight Yoga mit Energiearbeit und Hypnose nicht wirklich verwunderlich. Mit Yin für die Meridiane, energetischen Klopftechniken und kraftvollen und ausbalancierten Asanas (Yogahaltungen) kommen wir in den Flow und trotzen der Müdigkeit. Wir finden zum Abschluss im Baum gemeinsam sanften Halt miteinander; die Mundwinkel entspannen sich, die Gesichtshaut entspannt sich und der Atem kann fliessen. Bewusst, aufmerksam und voller Energie.

Wie schön, dass wir uns um nichts kümmern müssen – genügend Zeit für uns, zum frühstücken, tauchen, lesen oder einfach nur sein.

Ich wähle das Sein und eine Fussreflexmassage – tauche ab und auf in der Entspannung. Das Auftauchen geschieht immer dann, wenn meine Plantarfaszie meinem Körper über die Meridiane und meinem Verstand die Info des Schmerzes übermittelt. Und immer wenn ich dann meine Augen öffne schaue ich ein lächelndes Gesicht meines Gegenübers. Ich werde diskret an mein persönliches Faszien-Fuss-Training erinnert – ich schmunzel im allgemeinen über den Anblick meiner Teilnehmer. Das nenne ich Karma.:)

Das Resultat zählt letztendlich: Entspannung bei sanfter Musik und das Gefühl, mit den Füssen auf Wolken zu laufen. Danke dafür ….

Das nächste Highlight erwartet uns am Abend. Wir sind Gäste bei einer traditionellen Segnung der Stadt Bondalem, welche nur alle 10 Jahre in dieser Grössenordnung stattfindet. Und das bei Vollmond. Die Bürger dieser Stadt kleiden sich festlich mit Sarong und Schärpe und bringen Schalen und Körbe befüllt mit Opfergaben, die während der Zeremonie gesegnet werden. Die Segnung jedes einzelnen Anwesenden wird mit Musik (Garnelan Orchester) und Tanzdarbietungen begleitet. Bunte Blumen symbolisieren die Dankbarkeit bei dem Prozess, gemeinsames Singen von Mantras der Verbund der Gemeinschaft. Im Anschluss segnen die Priester die vielen Erschienenen zu diesem feierlichen Anlass mit heiligem Wasser. Reiskörner sind Symbole für Weisheit und finden bei der Segnung Platz zwischen den Augen (3. Auge)

Die Balinesen glauben an Götter und Dämonen und um diese friedlich zu stimmen sind Opfergaben unumgänglich. Kleine Körbchen aus Palmenblättern gebastelt werden mit Reiskörnern und Blüten gefüllt und täglich frisch an vielen Stellen des täglichen Lebens gestellt. Ein brennendes Räucherstäbchen in der Mitte des Körbchens untermauert die Geste. Die am Boden stehenden Opfergaben stehen den Dämonen zur Verfügung, die auf den Tempeltischen den Göttern.

Segnung von Bondalem an Vollmund