Day 75 – Cu Chi Tunnel, History & Sight Seeing in Saigon

Day 75 – Cu Chi Tunnel, History & Sightseeing in Saigon

Frühstücksservice

Am letzten Tag in Ho Chi Minh City, auch bekannt als Saigon, gibt es noch viel zu sehen, insbesondere die Relikte des Cu Chi Tunnel Komplex der 60er Jahre nördwestlich von Saigon.

Bevor es losgeht habe ich noch jede Menge Zeit für eine Yogaeinheit im Park.

Streching together

Tom, ein junger Vietnamese aus Saigon, kommt jedes Wochenende ebenfalls in diesen Park und hofft darauf, seine deutschen Sprachkenntnisse hier mit Touristen zu verbessern. Er lernt erst seit einem Jahr meine Muttersprache und spricht diese bereits sehr gut. Da er zuvor noch nicht Yoga ausprobiert hat, nutze ich die Zeit, um mit ihm zu praktizieren.

Sportaktivitäten mal anders

Im Park ist bereits am frühen Morgen eine Menge Betrieb. Es wird Federball mit den Füßen gespielt, entspannt oder gelesen.

Schattiges und ruhiges Plätzchen

Und zwischen den Fruchtbäumen schläft noch der Verkäufer.

Entspannt lesend

Es scheint, als ob die Menschen in dieser Stadt jede Menge Zeit hätten. Sie sitzen entweder vor den Wohnungen oder Läden auf Plastikstühlen und schauen entspannt. Keinerlei Stress zu spüren. Garagengroß und wie Schuhkartons übereinander gestapelt, so sehen viele Häuser aus. Hier wird gewohnt, gegessen, verkauft, sich getroffen und gelebt und das direkt an der viel befahrenen Straße. Es stört keinen – auch der Müll nicht, der täglich am Straßenrand abgelegt wird. Er gehört hier in Hi Chi Minh zum Stadtbild.

Streetfood mit entspannter Verkäuferin in stolzer Haltung
Fahrbares Street Food Moped mit Musik
Friseur mitten auf dem Bürgersteig. Die Hauswand dient zum Aufhängen von Spiegel und Co.

Und dann noch ein nettes Plätzchen …

Relaxen im Gepäckraum

Eindrucksvoll ist der Besuch einer Handwerksstätte mit gehandicapten Künstlern auf dem Weg Richtung Tunnel.

Spannende Handarbeit

Mit Enteneiern, Sand und viel Schleifarbeit entstehen Bilder und Accessoires mit vietnamesischen Motiven.

Minieinstieg in das Tunnelsystem

Der Besuch der Ben Duoc Tunnel, ein gigantisches Tunnelsystem mit ca. 250 km Reichweite ist mehr als beeindruckend. Ein einzigartiges Tunnelsystem ist innerhalb von 20 Jahren entstanden. Das Untergrundsystem weist 3 verschiedene Tiefen auf.

3-5 Meter tief ist der erste Tunnel und diente für den Kampf gegen die Soldaten der USA. Zwei weitere Tunnel erreichen bis zu 10 Meter Tiefe. Hier wurde in engstem Raum gelebt, gearbeitet, verarztet und überlebt.

Bomben, Sprengstoff und Gewehre sind in der Ausstelkung zu sehen.

Das System symbolisiert die Einheit und die Willenskraft der Vietnamesen, sich und ihr Land zu verteidigen und steht für ‚Revolutionäre Helden.‘

Ein alter Panzer, der hoffentlich nie wieder zum Einsatz kommt
Ein weiter Einstieg in das unterirdische System – trotz im Nachhinein installiertes Licht, lässt selbst nur ein kurzer Weg durch den Tunnel vor Panik jedes Herz schneller schlagen
Nervennahrung
NO WAR!!!

Zurück in Hi Chi Minh City fällt mir diese Ankündigung auf.

Kriegsmuseum
Kriegsmuseum

Und dann gibt es noch einige schöne Gebäude …

Notre Dame

Ehrung eines Helden: Ho Chi Minh
Alt und Neu


Es wird gebaut und gesprayt …

Interessant empfinde ich auch die Mode. Ausgehfähig sind Piyamas in Seide, Samt oder Mischfasern mit Mickey Mouse und Helli Kitty Motiven, Hot Pants und Miniröcke mit bauchfreien Tops, Flipp Flops oder High heels oder bodenlange Wickelröcke über andere Kleidungsstücke.

… das ist alles und noch soviel mehr ‚Ho Chi Minh.‘ Und dazwischen flanieren insbesondere einige Frauen am Wochenende in ansprechender Designerkleidung und top gestylt die engen Gassen und starkbefahrenen Straßen entlang. Eine Stadt mit soviel Kontroversen, Menschen, Gesichtern, Geschichte, eine Stadt, die lebt…

Ich sage Danke für die vielen Eindrücke und Good bye Saigon …