Day 16 – Nusa Penida

Island hopping – Day 16

Wir sind bereit für die indonesischen Inseln und fahren per speed-boat nach Nusa Penida – eine kleine Insel, südlich von Bali gelegen.

Koffer und Backpacks finden Platz auf dem Oberdeck des Bootes, die Passagiere im überdachten Boot ohne Beinfreiheit. Die Fahrt dauert keine 30 Minuten; das Boot düst über das Meer, die Wellen brechen und ein salziger Schauer Meerwasser dringt über die Fronttür auf die Passagiere in den vorderen Reihen. Gut, dass wir dort unseren Platz gefunden haben.

Abenteuerlich ist der Ein- und Ausstieg am Hafen. Da es weder eine Ausstiegsrampe noch einen Steg gibt, führt der Weg direkt durch das Wasser über Korallen und Steine.

Wir entscheiden uns für einen Ausflug an die Westküste mit Postkartenpanorama und starten gleich am nächsten Morgen nach unserer Yogastunde und einem reichhaltigen Frühstück.

Ein privates Taxi findet seinen Weg über die engen und sehr hügeligen Straßen zum Standort Kelingking Beach. Der Auf- und Abstieg zum Beach erweist sich zu einem sportlichen Abenteuer – mit Flip Flop an den Füßen hangeln wir uns den steilen und zum Glück befestigten Weg Richtung Traumstrand.

Auf den oberen Stufen des Abstieges befinden sich viele Touristen, die den Weg nach unten versperren, um Fotos zu machen. Wenige davon entscheiden sich, den Abstieg fortzusetzen. Wir sind bereit und freuen uns auf den Sprung ins traumhafte Wasser. Der Weg bis dorthin ist definziv steinig und schwer und nicht jeder Tritt nach unten ist sicher.

Kelingking Beach

Wir haben es geschafft und werden definitiv belohnt – kaum Menschen im Wasser und am Strand. Wir lassen unsere Rucksäcke überglücklich fallen und springen gemeinsam ins kühle Meer. Das Erwachen kommt direkt nach der ersten Welle. Sie überrascht uns und zieht uns mit und lässt uns jäh wieder fallen. Mit der Welle rutschen nicht nur unsere Bikinis und Badehosen. Die ausgeliehene Brille von meiner Reisebegleitung findet ihre neue Heimat in den tiefen des Meeres.

Die Dämonen, die nach balinesischer Weisheit in den Meeren ihre Heimat finden scheinen mir gegenüber nicht besonders freundlich gesinnt, denn mein aktueller Brillenverlust scheint immens hoch zu sein. Letzte Woche schluckte die Nordküste Balis bei einem Ausflug mit einem traditionellen balinesischen Fischerboot meine Ray Ban. Davor zog das Mittelmeer meine Sonnenbrille während des Stand up paddeling von den Augen.

Wir bekommen Respekt von den Naturgewalten und der Kraft des Meeres und entscheiden uns bereits nach kurzer Zeit und mehrern Kilos weißen Sand in den Badehosen für den Aufstieg. Die Sonne steht bereits am höchsten Punkt des Himmels. Barfuß aufzusteigen ist die Option von Anja. Ich entscheide mich für Bikinioberteil und Wasserflasche in einer Hand; die andere Hand ist im Einsatz, um mich an dem Geländer über die hohen Felstritte zu ziehen. Der Aufstieg ist herausfordernd und ermüdend, insbesondere da jetzt einige weitere Abenteuerlustige uns auf dem schmalen Weg entgegenkommen.

Wir haben es geschafft – wir sind geschafft und wir empfehlen jeden, der diese Tour bestreiten möchte, auf jeden Fall festes Schuhwerk:)

Wir haben noch einige interessante Plätze, die wir und anschauen möchten und schon führt uns unsere Route an der Westküste Richtung Norden zum nächsten Stopp Broken Beach – Pasih Uug, ein faszinierender Blick auf ein Brandungstor in den Klippen, durch das aufbrausende Meerwasser in ein Becken strömt. Rote Fahnen signalisieren dem Massentourismus Viewpoints, um besonders tolle Selfies zu machen.

Ein weiterer und atemberaubender Blick bietet der Angel’s Billabong, ein Naturbecken mit Klippen und malerischen Felsbogen, inmitten eine schwimmende Nixe im roten Bikini, die ihr eigenes Shooting genießt.

Schade nur, dass das Panorama von zu vielen Touristen mit bunten Regenschirmen beeinträchtigt wird. Wir entscheiden uns für ein schattiges Plätzchen mit einer kühlen Erfrischung.

Unser nächster und letzter Stopp führt uns zum Tauch- und Mantaparadies Chrystal Beach. Der Weg dorthin fordert Geduld und Gelassenheit, denn die entgegenkommenden Zweiräder und Pkws haben kaum Platz zur Durchfahrt. Wir bleiben geduldig und freuen uns auf Strand pur und ein Taucherlebnis der besonderen Art. Leider werden unsere Erwartung in keiner Weise gestillt. Der Weg zum Strand ist voller Müll, der Strand ist voll und schmutzig, die Leigebühren teuer und nicht einladend. Wir suchen uns ein Plätzchen am Ende des Strandes, um uns mit einer Erfrischung und einem späten Lunch zu stärken. Frischer Mangosaft und Bintang lassen uns durchatmen.

Balinesische

Marc schnallt sich derweil seine Flossen an und schnappt sicb seine Unterwasserkamera, um abzutauchen und die faszinierende Unterwasserwelt für uns festzuhalten.

Meeresschildkröte live

Strahlend taucht er wieder auf und berichtet von Schildkröten und Triggerfischen – wir freuen uns auf die Bilder:) und entscheiden uns einstimmig für den Rückweg.

Christal beach

What a day …

Unser Fazit: Die Insel Nusa Penida ist eher eine trockene Insel im Aufbau. Die wenigen Hotspots werden von Touristen belagert, die Strände sind bis auf einer Ausnahme nicht wirklich lohnenswert.